Leinwandbild ohne Rahmen aufhängen: Befestigung, Höhe und gerader Sitz
Ein gespanntes Leinwandbild ist bereits ein fertiges Objekt. Der Rahmen, den die meisten suchen, ist der Keilrahmen aus Holz hinter dem Motiv.

Viele suchen, wie man ein Leinwandbild ohne Rahmen aufhängt, als würde etwas fehlen. Es fehlt nichts. Ein gespanntes Leinwandbild hat seinen Rahmen bereits, nur sitzt er hinter dem Motiv statt darum herum. Der Keilrahmen aus Holz trägt das Bild, das Motiv läuft um die Kanten, und weder Glas noch Passepartout kommen hinzu.
Was auf der Rückseite sitzt
Unsere Leinwandbilder sind auf einen massiven Keilrahmen aus Holz gespannt und kommen mit montierter Aufhängung bei Ihnen an. Je nach Größe ist das entweder ein Sägezahnaufhänger in der Mitte der oberen Leiste oder sind es zwei kleine Haken, die seitlich eingesetzt sind, manchmal mit einer Schnur dazwischen. Schauen Sie nach, bevor Sie bohren, denn davon hängt ab, ob Sie eine Befestigung brauchen oder zwei.
Bei den kleineren Größen genügt eine einzelne Befestigung in der Mitte. Bei einem Leinwandbild in 60x90 cm sind zwei besser: Sie verteilen das Gewicht, und vor allem verhindern sie, dass das Bild bei jeder zuschlagenden Tür aus dem Lot gerät.
Die passende Befestigung
Ein gespanntes Leinwandbild ist für seine Größe leicht, denn es besteht aus Stoff, Holz und Luft. Die Befestigung richtet sich deshalb nach der Wand, nicht nach dem Bild.
Gipskartonwand: Nehmen Sie einen Gipskartondübel oder einen selbstbohrenden Spiraldübel. Ein Bilderhaken mit Stift, der allein in der Gipskartonplatte steckt, lockert sich mit der Zeit, besonders an einer Innenwand, an der oft etwas anstößt.
Ziegel, Kalksandstein oder Beton: Bohren Sie ein Loch und setzen Sie einen handelsüblichen Wanddübel mit Schraube ein. Lassen Sie den Schraubenkopf einige Millimeter von der Wand abstehen, damit der Aufhänger darüber einrasten kann.
Mietwohnung, in der Sie nicht bohren dürfen: Selbstklebende Haken, die deutlich mehr als das Gewicht des Bildes tragen, halten die kleinen und mittleren Größen an einer sauberen, gestrichenen und tragfähigen Wand. An Raufasertapete, an frisch gestrichenen Wänden oder an staubigen Flächen halten sie nicht. Bei einem Leinwandbild in 60x90 cm sollten Sie bohren, wenn Sie es dürfen.
Messen, damit es dort landet, wo Sie es wollen
Der häufigste Fehler: Man misst bis zur Oberkante des Bildes und bohrt genau dort. Die Befestigung muss aber tiefer sitzen als die Oberkante, und zwar um genau den Abstand von der Bildoberkante bis zum Aufhänger.
Messen Sie diesen Abstand deshalb zuerst auf der Rückseite des Bildes. Sitzt der Sägezahnaufhänger 4 cm unter der oberen Leiste und soll die Oberkante bei 185 cm liegen, kommt die Befestigung auf 181 cm. Bei zwei Befestigungen messen Sie ihren Abstand auf der Rückseite, markieren beide Punkte an der Wand und prüfen, ob die beiden Markierungen auf gleicher Höhe liegen, bevor Sie eine davon bohren.
Zur Höhe selbst: Die Bildmitte bei etwa 145 cm über dem Boden ist der Standard in Galerien. Hängt das Bild über einem Sofa, einem Bett oder einem Sideboard, hat das Möbelstück Vorrang, und die Unterkante liegt etwa 15 bis 25 cm darüber.
So liegt es flach an der Wand
Das ist der einzige echte Nachteil beim Aufhängen ohne Rahmen. Ein Leinwandbild an einem einzelnen Aufhänger in der Mitte kann unten nach vorn kippen oder seitlich aus der Waagerechten wandern. Dagegen helfen zwei Mittel, beide günstig.
Kleben Sie auf jede untere Ecke des Keilrahmens einen kleinen, durchsichtigen Gummipuffer, wie man ihn für Schranktüren kennt. Das Bild ruht dann auf zwei Punkten und wackelt nicht mehr, und die Puffer halten das Holz außerdem von der Wandfarbe fern.
Oder nehmen Sie statt einer Befestigung zwei. Alles, was das Auge als großes Bild wahrnimmt, also ab etwa 60 cm Breite, hängen Sie besser an zwei Punkten auf.
Wenn Ihre Leinwand nicht gespannt ist
Manche Leinwanddrucke kommen gerollt an, ohne Keilrahmen dahinter. Eine gerollte Leinwand hängt von allein nicht glatt, und Klebeband oder Nadeln an den Ecken sorgen nur für Wellen. Wer eine Leinwand ohne Keilrahmen aufhängen möchte, hat drei gute Möglichkeiten.
- Lassen Sie sie von einem Rahmenbauer auf Keilrahmen aus Holz spannen. Das ist die haltbarste Lösung und ergibt ein fertiges Leinwandbild.
- Kleben Sie sie mit einem für Leinwand oder Textilien geeigneten Kleber auf eine feste Platte und hängen Sie die Platte auf.
- Hängen Sie sie wie ein Banner auf, mit einer Holzleiste, die oben entlang der Kante klemmt, und einer zweiten unten, damit sie gerade bleibt.
Unsere Leinwandbilder kommen bereits auf einen massiven Holzrahmen gespannt und mit Aufhängematerial bei Ihnen an, deshalb sind diese Schritte für sie nicht nötig.
Pflege
Entstauben Sie die Oberfläche mit einem trockenen, weichen Pinsel oder einem sauberen, trockenen Tuch. Verwenden Sie weder Wasser noch Reinigungsspray, denn der Stoff saugt beides auf, und der Keilrahmen kann sich von hinten abzeichnen. Hängen Sie das Bild nicht in die pralle Sonne, die den ganzen Tag darauf scheint und jeden Druck mit der Zeit ausbleichen lässt, und nicht an eine Wand mit Feuchtigkeitsproblemen.
Wenn Sie doch einen Rahmen möchten
Der passende Rahmen für diesen Fall ist ein Schwebefalzrahmen, auch Schattenfugenrahmen genannt: eine flache Einfassung, die einen sichtbaren Abstand zwischen Rahmen und Bildkante lässt. Er setzt eine Linie, ohne etwas vom Motiv zu verdecken. Er ist eine Veredelung und keine Notlösung, und am Aufhängen ändert sich nichts, wenn Sie darauf verzichten.
Das Motiv ansehen
Auf unserer Website: Hütte im nebligen Wald, Leinwandbild mit Kiefern im Nebel. Dasselbe Motiv gibt es auch in unserem Etsy-Shop.
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